Hoyerswerda   und der 2.Weltkrieg

 

 

" Heimat ist immer da, wo man zu Hause ist !" Von daher hat mich die jüngere und ältere Geschichte meinerStadt schon immer beschäftigt. Als "Nachkriegsgeborener" finden dabei vor allem die Ereignisse und Entwicklungen vor und nach dem 2.Weltkrieg mein besonderes Interesse

 

 

Ein in diesem Zusammenhang interessantes Zeitdokument stellt das nebenstehende Foto da,welches vor 1945 aufgenommen wurde.Zeigt es doch Hoyerswerda aus der " Vogelperspektive", wo man noch den geschlossenen Marktplatz der Stadt sehen kann.

 

 

 

 

 

Am 16.04.1945 wurde Hoyerswerda " zur Festung" erklärt .
Ein Teil der Altstadt, insbesondere auch der Markt,fiel Bombenangriffen zum Opfer, bevor Hoyerswerda durch Truppen der 2.Polnischen Armee und der Roten Armee besetzt wurde.
Leider wurden viele Häuser am Marktplatz 1945 durch Kampfhandlungen zerstört.
Es gab in Hoyerswerda im Verlaufe des 2.Weltkrieges keine
langen und anhaltenen Kämpfe, aber die kurzen und starken Kampfhandlungen am  19./ 20.04.1945, hinter ließen in der Stadtmitte jedoch nicht zu übersehene Schäden an Gebäuden und Einrichtungen.

 

 

 

 

Auch die Johanneskirche (Stadtkirche) blieb nicht verschont,die 1945 ihren Turm verlor.

 

 

 

 

Johanneskirche vor 1945

 

Johanneskirche 1945

Am 19.April 1945 geriet der Turm unter Artilleriebeschuß in Brand und wurde zerstört Das Innere der Kirche mit dem Dachstuhl brannte bis auf die Grundmauern nieder.Im Oktober 1951 erfolgte die Sanierung des Turmstumpfes mit einen flachen Notdach.In den Jahren 1984/85 wurde der Turm saniert und wieder aufgebaut.

 

 

 

 

 

 

Schäden waren aber nicht nur an der Kirche entstanden.Der Markt selbst , besonders die Süd - und Ostseite,wurde hart getroffen und wertvolle Bausubstanz ging verloren.Betroffen war auch das Lokal "Zum goldenen Löwen ".Übrig blieb nur noch eine Ruine von der bekannten und beliebten Gaststätte am Markt.Das Rathaus selbst und die barocken Bürgerhäuser auf der Marktseite,wo sich auch dieApotheke befindet,blieben dagegen fast unversehrt und wurden in jüngster Zeit liebevoll restauriert.

 

 

Die Schloßstraße,seinerzeit beiderseitig bebaut, zeigte nach den Kampfhandlungen in der Stadt und noch Jahre darüber hinaus,erhebliche Lücken in der Bebauung, was nebenstehendes Bild in eindrucksvoller Weise zeigt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schloßstraße,nach dem Krieg

Südliche Marktseite nach 1945

Der Markt in den 50er Jahre,unbeschädigte Seite